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eins - zwei - drei im sauseschritt
[17.04.2011] läuft die zeit, ich laufe mit ...
nachdem ich heute im fernsehen mit sehr viel wehmut den wienmarathon und dann auch noch kurz jenen in london verfolgt habe, wird's auch wieder einmal zeit, mich hier zu wort zu melden.
was soll man aber viel schreiben, wenn man eigentlich nur sehr plan- und ziellos durch die gegend läuft. zumindest einmal dass man immerhin läuft, und das sehr regelmäßig. war ja in den letzten zwei jahren auch nicht immer so.
im februar habe ich einigermaßen das erfüllt, was ich mir vorgenommen hatte. ein wenig den umfang gesteigert, das eine oder andere mal schon etwas "flotter" gelaufen und auch beim langen lauf zumindest einmal an die 23 kilometergrenze geklopft. und so begann ich den märz mit der ersten vorsichtigen tempoeinheit, die ich auch - trotz nicht allzu optimistischer erwartungshaltung - so einigermaßen mit ach und krach über die bühne brachte. war ja auch das erste tempo seit langer zeit, und demgemäß konnte ich mir auch nicht allzu viel besseres erhoffen. eine woche später, beim zweiten versuch tempo zu machen, zogen aber dunkle wolken am horizont auf, die mich das unterfangen auch vorzeitig abbrechen ließen. am nächsten tag lag ich auch prompt mit dem ersten ernsthaften grippalen infekt samt akuter bronchitis seit ewig langer zeit im bett. lukas war schon am montag krank geworden, und wohl erstmals in ihrem leben mußte auch meine frau ein paar tage das bett hüten, weil sie einfach zu angeschlagen zum aufstehen war. und auch wenn ich nach etwas mehr als einer woche das laufen wieder aufnahm, war damit mein erster elan einmal gebrochen. vor allem, weil mir die krankheit mehr kraft gekostet hat, als anfangs vermutet.
die ersten drei läufe war ich noch beseelt von der hoffnung, dass es sehr schnell wieder besser werden würde. aber die folgende woche gab mir dann das gefühl, wieder einmal komplett am anfang zu stehen, so angestrengt, kurzatmig und antriebslos war ich unterwegs.
am dienstag vor nicht ganz drei wochen ließ ich dann aber das erste mal für heuer einen ruhetag ausfallen. nicht weil ich mich so gut fühlte, sondern weil ich - nach 2 tagen eines anstrengenden workshops - am abend einfach frische luft und sauerstoff brauchte.
und am tag darauf geschah dann das unvorhergesehene:
robi wollte mal wieder etwas für seine kondition tun, und so war er mir mittwochs, donnerstags und freitags ein sehr willkommener und lieber begleiter. am wochenende mußte er wie gewohnt schiedsrichtern, und ich brachte alleine erstmals nach langer zeit wieder eine woche mit sieben laufeinheiten und insgesamt 83 kilometern - zwar ohne langen lauf, aber doch gut - zu ende.
mit der rückkehr robis in mein läuferdasein kam auch schlagartig meine motivation wieder. vor allem weil im moment ich es war, der robis elan bremsen mußte, um gut mithalten zu können. das hatte auch zur folge, dass sich das tempo der läufe insgesamt um einiges flotter gestaltete, als eigentlich geplant und vernünftig. für den augenblick aber vertretbar, weil ich mit der krankheit ohnehin alle ambitionen auf ernsthafte wettkämpfe im ersten halbjahr aufgegeben habe, und dementsprechend auch nicht nach plan trainiere.
der vorläufige höhepunkt erfolgte dann mit dieser woche:
montags lief ich recht flott alleine vor mich hin, weil robi am nachmittag noch keine lust verspürte. am abend packte ihn dann aber doch noch der ehrgeiz, und er lief unsere 10,2 kilometer lange standardstrecke schneller, als er sie je zuvor zusammen mit mir gelaufen war. dienstags bekam er dann leichte probleme mit dem knie, und kürzte unsere gemeinsame runde etwas ab. am mittwoch rannte dann ich viel schneller als geplant los, rettete mit müh und not eine durchschnittspace von 4:56 über die 10,2 kilometer ins ziel, und war damit noch ein paar sekunden schneller, als robi am montag. grund genug auch donnerstags keinen ruhetag einzulegen. am freitag war auch robi wieder einsatzfähig und samstags gelang es mir dann, mich zu etwas mehr als 18 kilometern in durchaus passablem tempo aufzuraffen. ja und heute brachte mich die siebente einheit - zusätzlich motiviert durch das fernseherlebnis am vormittag - auf 96 gesamtkilometer in dieser woche, und das ohne jetzt irgendwelche wehwehchen zu verspüren! :-)
es geht also wieder deutlich aufwärts, auch wenn morgen der 18. geburtstag von robi und damit feiern statt laufen angesagt ist. endlich wieder ein ruhetag, den ich auch konsumiere! danach hoffe ich, dass es weiter gut voran geht und irgendwann dann auch irgendwann wieder der zeitpunkt kommt, wettkampfpläne zu schmieden. abwarten und optimistisch bleiben ist die devise.
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