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es geht auch jetzt nicht nur bergauf, aber es geht
[13.06.2010] und es lebt sich gut bei sommer, sonne und sonnenbrand ...
eigentlich wollte ich ja schon vor drei wochen einen eintrag schreiben, euphorisiert von einer superschnellen aktuellen trainingswoche und von einem insgesamt sehr erfolgreichen wiedereinstieg ins ernsthaftere laufen.
die tempoeinheiten waren zum großen teil gut zu bewältigen, auch wenn ich das eine oder andere mal dann doch gekniffen habe, und auch die restlichen läufe gingen mir relativ locker von der hand. alles in allem war ich wohl zu schnell unterwegs, aber das ist wohl so, wenn eigentliches leistungsvermögen und trainingszustand nicht so ganz zusammen passen.
im nachhinein tut es mir leid, dass ich mich nicht aufraffen konnte, zu schreiben, weil inzwischen das damalige stimmungshoch und auch die erinnerung an die einzelnen läufe verblasst sind, und die letzten 3 wochen mich wieder ein wenig auf den boden der realität zurückgeholt haben.
was ist passiert? nichts eigentlich, was jetzt so besonders schlimm wäre und was mir besonderes kopfzerbrechen bereitet, ich hab' ja im moment ohnehin nichts zu verlieren.
am anfang war es das schlagartig warme wetter, das mir die lust auf wirkliches tempo nahm, weil mir die hitze deutlich zu schaffen machte, wie wohl den meisten. 15° temperaturanstieg quasi über nacht sind auch nicht leicht zu verkraften, vor allem, wenn man gerade aus einer viel zu schnellen trainingswoche kommt, die noch deutlich in den knochen steckt. als auch die zweite tempoeinheit in dieser woche für mich nicht machbar war, - ich hatte es ja nicht einmal versucht, muss ich ganz ehrlich zugeben - entschloss ich mich einfach stattdessen ein wenig an meinen umfängen zu arbeiten und legte an meinem eigentlichen ruhetag einen zusätzlichen lauf ein. hätte ich vermutlich nicht machen sollen, da der freitag ganz zäh zu laufen war, aber egal. am ende der woche hatte ich deutlich mehr kilometer als in den letzten wochen absolviert, wenn auch mit einem sehr viel langsameren temposchnitt, und war gut müde.
am montag darauf spürte ich dann zur abwechslung mal wieder den linken hinteren oberschenkel, und so fiel es mir nicht schwer den lauf ausfallen zu lassen, und insgesamt eine wirkliche entlastungswoche ohne tempo und umfang einzuläuten. am wochenende meldete sich erneut der sommer zurück, und nachdem es montags noch einigermaßen möglich war, zumindest im guten dauerlauftempo unterwegs zu sein, wurde es danach von tag zu tag wärmer und mir damit unmöglich, etwas schneller zu laufen. eigentlich seltsam, da ich es ja an sich von den urlauben im burgenland gewohnt bin, bei hohen temperaturen und auch mitten in der sonne zu laufen. aber irgendwie habe ich die umstellung auf's warme wetter nicht so wirklich geschafft. mittwochs war es ganz schlimm, da brachte ich auch beim besten willen nicht mehr als 8,7 kilometer zu stande, zu anstrengend wurde mir das laufen in der gleissenden sonne. allerdings war ich da auch am früheren nachmittag unterwegs, weil danach ja der stammtisch am programm stand, und bis dorthin sollte ich ja geduscht und erholt sein! ;-)) am donnerstag fühlte ich mich hundeelend, als ob mich jetzt im sommer erstmals eine grippe einholen würde, aber ab freitag nachmittags ging's mir - trotz weiter steigender temperaturen - wieder besser. gestern war wohl der hitzehöhepunkt einstweilen, und so kostete mich der lauf doch deutlich mehr kraft, als er es unter normalen umständen getan hätte. aber ich gewöhne mich langsam aber sicher daran, dass es eben sommer ist, und so schlimm wie mittwochs wurde es nicht mehr.
tja und heute am sonntag war's großteils bedeckt und die temperaturen damit schon wieder gut ertragbar. schon fehlt einem die glutheiße sonne ein bißchen, und die aussicht auf eine wieder deutlich unbeständigere woche macht mich auch nicht froh. verrückt ich weiss.
nachdem mich also diese letzten drei wochen - nur zum teil wegen der hitze, teils auch wegen der macken im linken oberschenkel - nicht wirklich weiter nach vorne gebracht haben, hält sich auch meine erwartung für den 10er in parndorf nächste woche in engen grenzen. birgit und ich werden zwar jedenfalls ins burgenland fahren, und ich werde wohl auch an den start gehen. mit sicherheit aber ohne allzu großem ehrgeiz, sondern einfach nur, um mal wieder an einem wettkampf teilzunehmen. und nach dem lauf darf's dann diesmal ruhig wärmer sein als im vorjahr, und vor allem trocken bleiben, damit wir heuer auch ein wenig das anschließende dorffest genießen können, wenn wir schon da sind! :-))
tja, dann ist ohnehin wieder ein wenig regeneration angesagt, und es kommt der sehnlichst erwartete sommerurlaub auf uns zu. verbunden mit dem trainingsbeginn für dresden, wo ich, wenn ich es schaffe mich auch dementsprechend gut vozubereiten, an meinem 50. geburtstag endlich meinen 5. marathon laufen will.
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