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und fast schon das ende meiner ambitionen
warum ich so mein problem mit ärzten habe ...
robi beim tennis im burgenlandzurück in leoben war klar, dass auch weiterhin bewegung der schlüssel zum erfolg sein mußte, um weiterhin abzunehmen. und so setzte ich tag für tag meine spaziergänge fort, die ich ja auch schon im burgenland intensiviert hatte. robi war mir dabei sehr oft ein lieber begleiter, vor allem, weil ihm das die gelegenheit bot, mich als aufmerksamen zuhörer für seinen drang zu haben, mir von all seinen computerspielen und seinen erfolgen dabei zu erzählen. so lernte ich also, von "rome - total war" angefangen über alle folgen von "resident evil" bis hin zu "oblivion" und vielem vielem mehr, alle nur möglichen aktuellen pc-spiele kennen, die ein 12-jähriger computerfreak so spielte. dabei wurden unsere spaziergänge immer ausgedehnter, führten auch schon mal über "steileres" gelände (wenn ich einen ca. 500 m langen resch bergaufführenden pflastersteinweg so nennen darf) und endeten auch nicht mehr zwangsweise (wie in früheren jahren schon) bei McDonald's mit belohnung fürs mitkommen. dafür fing ich in dieser zeit an, mir am heimweg beim italiener eine kleine tüte hervorragendes eis zu gönnen.
gegessen habe ich, wie auch früher immer, hauptsächlich am abend. nicht mehr so reichlich mit viel wurst und käse, sondern wieder bewußter mit mehr gemüse, salat und vor allem gerade so, um satt zu werden. die chips und anderes kalorienreiches knabbergebäck beim fernsehen wurden durch gressinis ersetzt, die ich in kalorienarme aufstriche tunkte. und vor allem der ewige griff zwischendurch in die süßigkeiten-lade oder in den kühlschrank wurde abgestellt. so ging es mit dem abnehmen flott voran. 6 kilo in 5 wochen zeigte meine waage an, die wie schon immer mehrmals täglich von mir bestiegen wurde, ein tick, den ich mir schon als jugendlicher angeeignet hatte.
nebenbei meldete sich nun mein rechtes knie immer stärker zu wort, das schon im urlaub ein wenig gegen die viele aktivität aufbegehrte und nötigte mich dazu, die spaziergänge kürzer zu halten und vor allem die "bergauf"-passagen wegzulassen. so strengte mich beim täglichen spazieren gehen in der zwischenzeit vor allem der eher schon humpelnde gang an, als die entfernungen, die ich zurücklegte. aber ich biss da durch und hoffte auf baldige besserung.
die kam aber nicht und als ich im gegenteil das erstemal nachts vor lauter knieschmerzen nicht mehr schlafen konnte, suchte ich meinen hausarzt auf, der laut meiner beschreibung einen möglichen miniskusschaden diagnostizierte und mir eine überweisung ins UKH kalwang zum röntgen schrieb. der dortige diensthabende arzt führte meine schmerzen auf eine fehlstellung der kniescheibe zurück, empfahl mir ein paar muskulaturstärkende übungen fürs knie und ermutigte mich dazu weiterzugehen, wenn geht sogar mit walking-stöcken (fürs kreuz gut und so, für mich aber unvorstellbar). des weiteren empfahl er mir die einnahme von schmerzstillenden mitteln (gegen meinen wunsch, ich wollte da ohne drüber, nahm sie dann aber doch regelmäßig) und schrieb mir eine überweisung für ein MR. die empfohlenen übungen fürs knie habe ich natürlich nie gemacht, dafür habe ich mich aber brav beim gehen weitergequält und fing mir so nebenbei auch noch ein riesenabszess unter den achseln ein, das mit antibiotika und entzündungshemmenden medikamenten samt tabletten für den magen behandelt werden mußte. zu dieser zeit (es war gerade herbst geworden) hatte ich dann endlich auch meinen MR-termin und der röntgenarzt bescheinigte mir starke knorpelabnützungen und eine entzündung des oberschenkels im kniebereich. und obwohl ich fast keine schmerzen mehr hatte (wohl aus kombination der verschiedenen medikamente, die ich gerade einnahm) war der einzige rat, den mir der nächste gerade diensthabende arzt in kalwang, dem ich den befund vorlegte, mitgab, dass ich mich am besten mal nicht bewegen sollte und bei bedarf ja auch eine knorpelaufbauende spritzenkur machen könnte, wenn ich denn wollte.
na super! ende der durchsage? und das auf diagnose eines arztes hin, der in erster linie mit der telefonischen organisation irgendeiner jubiläumsfeier, ihn selbst betreffend, beschäftigt war?
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