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kann das wirklich möglich sein
das 'wunder' nimmt gestalt an ...
den letzten kick gab mir wohl das wirklich gelungene geburtstagsfest von gitti, meiner tante, bei dem ich sehr viel anerkennung für meine gewichtsabnahme bekam. vor allem von hermann, meinem onkel, der wann immer er mich sah, über mein gewicht gelästert hatte, aber auch von herwig, seinem sohn, der selbst immer sehr sportlich unterwegs war und der es auch kaum fassen konnte. tante dorli, die mich zugegebenerweise nicht allzuoft zu gesicht bekommt, stellte sich überhaupt mit namen vor, weil sie mich nicht auf anhieb erkannte! ;-)
naja, 86 kg waren doch wesentlich weniger als früher und so festigte sich der gedanke, dass ich bis auf 81 kg, das wäre dann annähernd mein hochzeitsgewicht von vor fast 25 jahren, durchziehen würde.
eine woche später oder so, entschloss ich mich, auch wieder schwimmen zu gehen, um vor allem meinem oberkörper den notwendigen ausgleich zu verschaffen, und weil ich ja auch seit meiner jugend immer wieder phasen hatte, in denen ich kilometer um kilometer schwamm. bis zum sommer sollten es 3 mal pro woche mit jeweils 1500 meter werden. zusätzlich natürlich. die schwimmbrillen, die ich mir dafür kaufte, waren dabei die bei weitem bessere investition, als die salewa-jacke im jänner.
und langsam festigte sich der gedanke, doch ganz bedächtig aber ernsthaft mit dem laufen zu beginnen. zum einen, weil es möglicherweise intensiver und zeitschonender war, als das viele gehen, zum anderen, weil ich mich im herbst schon (fragt mich nicht warum) in manchem traum dabei gesehen hatte, wie ich eine längere strecke zwar langsam aber doch laufend bewältigte. mein unterbewußtsein hatte also schon vorgearbeitet.
ich war ohnehin schon immer öfters kurze bergabstücke gelaufen, einfach um dabei mehr ins schwitzen zu kommen und hatte auch schon versucht die letzte kleine steigung, den josefinweg hinauf, zumindest eine zeit lang zu laufen. nun nahm ich mir erstmals vor, die bergabstrecken ganz zu laufen und auch das flachstück am münzenberg derart zu absolvieren. bald darauf opferte ich auch das flachstück zwischen münzen- und moskenberg, in dem ich bislang immer eine geraucht hattte (verrückt ich weiß) dem laufen. und bis in den späteren märz hinein versuchte ich dann schön kleinweise in die diversen anstiege so lange hineinzulaufen, bis ich eben nicht mehr konnte oder wollte. das gestaltete sich zwar äußerst mühsam, aber ich schaffte es tatsächlich woche für woche um die eine oder andere straßenlaterne weiter zu laufen, an denen ich mich dabei orientierte.
tja, und bis zum montag dem 20. märz, hatte ich es sogar schon einmal geschafft den münzenberg und anschließend den barbaraweg zur gänze hochzulaufen, wenn ich dafür auch bei den noch folgenden steigungen früher nachgeben mußte. insgesamt lief ich da wohl schon mehr als 2/3 der strecke die wesentlichen teile (alles steigungen) fehlten aber noch deutlich. die waage zeigte an diesem tag nach 11 abnehmwochen im neuen jahr nur mehr 82,2 kg an und ich war damit zumindest gewichtsmäßig in der nähe meines zieles. die restlichen 9 wochen, die ich mir zum abnehmen ja vorgenommen hatte, sollte dann hauptsächlich für das komplette umstellen aufs laufen verwendet werden.
wer hätte das im sommer 2005 gedacht? nichts von dem, was tatsächlich passiert war, hätte ich mir auch nur zu erträumen gewagt, damals.
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